Was macht Montessoripädagogik aus?
Von Montessoripädagogik hat jeder schon mal irgendwas gehört und eigentlich findet auch jeder es gut, dass hier das Miteinander aller Kinder im Vordergrund steht, doch das ist gar nicht der Grundgedanke, der dieser Pädagogik zugrunde liegt. Das ergibt sich nur ganz von selbst daraus.
Maria Montessori hat vor mehr als 100 Jahren entdeckt, dass jedes Kind etwas lernen möchte, wenn es die Gelegenheit dazu bekommt. Das eine Kind tut dies eher, das andere später. Das eine Kind möchte sich erst mit mathematischen Dingen beschäftigen, das andere mit Buchstaben und Geschichten und ein weiteres hat ein Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen. Das eine geht nicht ohne das andere und so wird es auch für das Kind, das vornehmlich naturwissenschaftlich arbeitet irgendwann wichtig, lesen und rechnen zu können.
Aber, ganz wichtig ist dabei, dass jedes Kind in seinem eigenen Tempo arbeitet. Das ist wie beim Erlernen des Laufens. Das eine Kind kann schon mit 9 Monaten die ersten Schritte machen und ein anderes macht erst mit 15 Monate die ersten Schritte. Man kann aber nicht sagen, wer von beiden später schneller die 100 Meter laufen wird.
Ebenso wichtig ist bei dieser Pädagogik auch, dass die Kinder Rücksicht auf andere nehmen und anderen helfen. Nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten die Kinder, auch untereinander werden Informationen ausgetauscht, eine Unterhaltung über Fachthemen angeleitet.
Lernen findet so in keinem künstlichen Rahmen statt, sondern wird durch das echte Interesse der Kinder erreicht oder besser gesagt erfahren. Inhalte, die so gelernt werden, die sind auch abgespeichert und können immer wieder hervorgerufen werden.
In dieser Form des Unterrichts ist es völlig unerheblich, wer welchen Lernstand hat. Jeder lernt etwas dazu und zwar täglich! Die Kinder werden nicht abgeholt und dann auf einen Lernstand gebracht, sie lernen sich selbstständig einzuschätzen und sich das Lernmaterial auszusuchen, das ihren eigenen Anforderungen entspricht. Der individuelle Fortschritt ist das entscheidende. Niemand wird durch diesen Unterricht überfordert und niemand wird unterfordert, sondern jeder arbeitet so wie es seinen eigenen Fähigkeiten entspricht.
Manon Sander
Nach der Genehmigung als anerkannte Ersatzschule werden Sie hier unser Pädagogisches Konzept komplett nachlesen können.
