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Oft gestellte Fragen



Allgemeines zur Montessori-Pädagogik/Unterschiede zu Regelschulen


  • Leidet bei der Individualisierung in Montessori-Einrichtungen nicht die soziale Erziehung?

Gerade in der Montessori Pädagogik spielt die soziale Komponente eine große Rolle. Dadurch, dass jedes Kind individuell lernt, besteht keine große Konkurrenz zwischen den Kindern. Jedes Kind lernt nach seinen Bedürfnissen, aber vieles wird auch gemeinsam durchgeführt. Außerdem regen viele der Materialien zur Partner- oder Gruppenarbeit an. Dadurch besteht die Notwendigkeit mit dem zusammenzuarbeiten, der ebenfalls so weit ist.Außerdem ist ein großes Anliegen der Pädagogik die Kinder dazu zu anzuleiten Hilfe zu fordern, anzunehmen und zu geben. Eine bessere soziale Einstellung können die Kinder nicht bekommen.

  • Lernt mein Kind genug in Montessori-Einrichtungen, wird auch Leistung gefordert, wenn es "nur" frei wählen soll?

Freie Arbeit und freie Wahl beinhaltet nicht gleichzeitig ein völliges freies Gestalten. Der Lehrer, bzw. die Lehrerin hat die Aufgabe das Kind zu beobachten und immer zu überprüfen. Nicht durch Tests und Arbeiten, sondern durch Gespräche, durch Beobachtungen und durch die Arbeiten, die es abgibt. Dabei lässt sich schnell erkennen, wo die Vorlieben und Abneigungen, die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen liegen. Dann kann gemeinsam mit dem Kind ausgewählt werden, was in Zukunft mehr bearbeitet werden muss. Individuelle Wochen- oder Monatspläne können dabei helfen.
Mit zunehmendem Alter werden diese Anforderungen und Erwartungen immer höher geschraubt, damit optimale Leistungen im Rahmen der Fähigkeiten des einzelnen Kindes erreicht werden können.

  • Was läuft in einer Montessorischule anders?

Zunächst einmal wird jahrgangsgemischten Gruppen unterrichtet. So können die Kinder besser mit- und voneinander lernen und ihren Lernfortschritt individuell bestimmen.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der freien Arbeit, die durch lehrergebunden Unterricht und durch Werkstatt- und Projektarbeit ergänzt wird.
So kann sichergestellt werden, dass jedes Kind optimale Förderung erhält.
Ganz offensichtlich anders läuft an Montessorischulen eine Sache. Kommt man in eine Regelschule und es ist noch kein Lehrer da, dann arbeiten (lesen, malen, etc.) vielleicht ein paar Kinder. Der Rest lärmt und beschäftigt sich mit anderen Dingen. An der Montessorischule ist das genau andersherum. Die meisten Schüler beginnen mit der Arbeit und das aus freien Stücken und aus wirklichem Interesse an der Sache heraus.

  • Wodurch unterscheiden sich Montessorigrundschulen von Regelschulen? Was ist Erziehungsziel? Welche Prinzipien gelten?

Montessori-Grundschulen unterscheiden sich von Regelschulen durch ihren Weg, die Ziele der Richtlinien und Lehrpläne des jeweiligen Bundeslandes zu erreichen: In differenzierenden Unterrichtsformen werden den Kindern Mitbestimmung bei der Arbeitswahl, Partnerwahl, Zeit- und Bewegungsfreiheit zugestanden.
Die Bildung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes ist vorrangiges Erziehungsziel. Deswegen werden Erziehung zur Selbstständigkeit und Erziehung zum verantwortlichen Handeln besonders ernst genommen.
Die Unterrichtsformen an Montessorischulen können vielfältig sein: Freiarbeit, Gruppenarbeit, Projektarbeit oder gebundener Unterricht.

  • Das Konzept der Montessorischule ist überzeugend und zeitgemäß. Warum gibt es dann nicht mehr Montessori-Schulen?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil es dazu nur Vermutungen gibt. Es könnte so sein:
Maria Montessori unterrichtete in einer Zeit, in der sich Bildungskonzepte wie auch vieles andere einfach nicht so schnell verbreiten konnten, da einfach die Wege zu weit und zu kompliziert waren.
Außerdem ist das Unterrichten nach dieser Pädagogik für den Lehrenden viel anspruchsvoller, als ein einfacher Unterricht in dem alle Kinder zur gleichen Zeit das gleiche tun.
Die beiden Weltkriege legten zusätzlich neue Ideen lahm und danach wollte man mit ganz neuem beginnen - die Montessoripädagogik erschien nicht mehr zeitgemäß.
Heute haben es viele Schulen aufgegriffen und machen ein bisschen Montessori. Das geht aber nicht. Ein bisschen kann man das nicht machen. Die meisten staatlichen Schulen sind außerdem auf keine pädagogische Richtung festgelegt und in Deutschland sind private Schulen eben noch eher selten.

  • „Freiarbeit“ Die typische Unterrichtsform der Montessorischule.

Freiarbeit nimmt einen großen Raum im Schultag der Kinder ein.

  • Welche Bedingungen sind nötig, damit Freiarbeit gelingen kann?

1. Der Klassenraum ist eine "Vorbereitete Umgebung" für die Kinder. Er ist ein Arbeitsraum, ausgestattet mit didaktisch hervorragenden Arbeitsmaterialien, die die Kinder für ihre selbstständige Arbeit brauchen. Die Arbeitsmittel sind kein Anschauungsmaterial, das die Lehrerin oder der Lehrer benutzt, um etwas zu erklären. Es ist "Erfahrungsmaterial" für die Hand des Kindes. Im Umgang mit ihm schult es die körperliche und geistige Geschicklichkeit. Es gewinnt Erfahrungen und festigt neu erworbenes Wissen. Sie können es begreifen, damit sie es begreifen.

2. Die Lehrerin hat diesen Raum eingerichtet und sie hilft den Kindern auch, sich darin zurechtzufinden. Sie zeigt den Kindern, welche Arbeiten sie machen können, dürfen und müssen. Sie lehrt den Gebrauch der vielen Montessori-Materialien wie auch der Arbeitsmittel, die sie selber hergestellt oder von Verlagen gekauft hat. Sie erklärt den Kindern die Regeln, die gelten, damit man zusammen arbeiten und lernen kann und strahlt durch ihre eigene Person Wärme und Orientierung aus.

3. Kinder brauchen Entscheidungsfreiheit. Sie wollen mitentscheiden, welche Arbeiten sie durchführen. Sie haben Interessen und wollen ihre Vorhaben verwirklichen. Die Kinder wählen aus dem Angebot an Arbeitsmitteln die Aufgaben aus, die sie durchführen wollen. Nina und ihre Freundinnen lösen Additionen mit dem „Streifenbrett“, Peter und Jonas wählen Lesekarten, Anja schreibt eine Geschichte, Tobi legt die lange Tausenderkette, Leo und Markus bestimmen Städte und Flüsse anhand einer geografischen Steckkarte und Stefan bestimmt Wortarten mit Hilfe der „Wortsymbole“. Maria und Michael fragen, was sie tun können und werden von der Lehrerin beraten.

4. Kinder brauchen relative Zeitfreiheit. Wenn sich Kinder für etwas interessieren, wollen sie so lange daran arbeiten, bis das Interesse nachlässt. Ein Kind rechnet mit der kleinen Division eine halbe Stunde. Dann entscheidet es sich für eine andere Arbeit. Ein anderes Kind braucht für die Tausenderkette eine ganze Stunde und noch einmal 10 Minuten zum Aufräumen. Zwei Kinder arbeiten gemeinsam fast 90 Minuten mit der geografischen Steckkarte. Die freie Arbeitswahl und die relative Zeitfreiheit helfen den Kindern, ihre Interessen einzubringen, zur Ruhe zu kommen und ihre Arbeiten mit Ausdauer durchzuführen.

5. Kinder brauchen Bewegungsfreiheit. Kindliches Lernen ist an Bewegung und Handlung geknüpft. Innere, geistige Aktivität verlangt stets auch nach körperlicher Aktivität. Sinneserfahrung und Bewegung sind unverzichtbar für das Lernen. Deswegen hat das Kind die Gelegenheit, selbstständig mit Arbeitsmitteln umzugehen und Erfahrungen zu machen. Auch das hilft, zur Ruhe, zur Konzentration zu kommen.

6. Soziales Leben und Lernen wird vielfältig bestimmt durch Verschiedenheit der Geschlechter, der Charaktere und der Altersstufen. Deswegen gibt es jahrgangsgemischte Klassen. Auch Lernanreize werden durch heterogene Gruppen erhöht.

7. Disziplin und Freiheit geben in ihrer Wechselwirkung den geistigen Rahmen, in dem sich Freiarbeit verwirklichen kann und in dem die Kinder ihren Willen, ihre Verantwortung, ihre Entscheidungskraft und ihr soziales Verhalten üben können; denn auch dies sind neben dem Wissenserwerb wichtige Lernziele. Dazu gibt die Freiarbeit vielfältige Gelegenheit.

  • Gebundener Unterricht

Der gebundene Unterricht unterscheidet sich vom Fachunterricht in der Regelschule dadurch, dass auch hier stark differenziert wird und die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt der Planung stehen.
Hausaufgaben und schriftliche Leistungskontrollen können sich sich auf die Unterrichtsthemen des gebundenen Unterrichtes beziehen. Bis zum Ende des vierten Schuljahres werden die Leistungen der Kinder meist ohne Noten durch informative Beurteilungen ausgedrückt. Im Zeugnis der Viertklässler finden sich i.d.R. auch Noten.

  • Funktioniert das denn, wenn jedes Kind immer nur macht, wozu es Lust hat?

Kinder sind von Natur aus lernwillig und wissbegierig. Sie selber wissen am allerbesten, wofür sie gerade aufnahmefähig sind. So zu lernen ist viel effektiver, als sich widerwillig mit etwas auseinander setzen zu müssen. Es kann sein, dass sich ein Kind wochenlang intensiv mit Lesenlernen beschäftigt, bis es mit seiner Leistung zufrieden ist. Mit der gleichen Intensität wird es sich dann zu einem anderen Zeitpunkt dem Rechnen widmen. Aufgabe des Lehrers ist es, diese "sensiblen Phasen" bei jedem Kind zu erkennen und entsprechendes Material bereitzustellen. Wenn ein Kind an einen bestimmten Bereich absolut nicht heran will, muss der Lehrer herausfinden, ob bei dem Kind möglicherweise Blockaden da sind, und sich bemühen, diese gemeinsam mit dem Kind zu lösen.

  • In so viel Freiheit zusammenleben und –lernen … bricht da nicht Chaos aus?

Wer in einer Montessori-Schule hospitiert - nach einer gewissen “Eingewöhnungsphase” -, wird überrascht sein, wie niedrig der Geräuschpegel auch während der Freiarbeitszeit ist. Die Kinder arbeiten hoch konzentriert, weil sie sich ihre Aufgaben selbst gestellt haben und an ihrer Bewältigung interessiert sind. Sollte es einmal zu unruhig werden, sorgen die Kinder selbst für die Wiederherstellung eines angenehmen Lernklimas – indem sie zum Beispiel eine Glocke im Raum betätigen oder sich Sanktionen für einen notorischen Störer ausdenken. Ein spezielles Plus unserer Schule ist einer unserer Schwerpunkte: Die "Bewegte Schule", sorgt dafür, dass die Kinder angestaute Energie sinnvoll abbauen können: durch Lernen mit allen Sinnen und viel Bewegung sowie ein umfangreiches, abwechslungsreiches Sportangebot.

  • Was ist die „Kosmische Erziehung“?

Darunter wird die handelnde Auseinandersetzung mit Dingen zum Beispiel aus der Natur, Technik und Kultur verstanden. Die Kinder beobachten und experimentieren. Sie lernen durch ihre eigenen Erfahrungen Zusammenhänge unserer Welt kennen und diese einzuordnen.



Die Kinder


  • Werden Kinder mit Behinderung aufgenommen?

Selbstverständlich. Die Aufnahmekriterien sind jedoch individuell unterschiedlich und vom Betreuungsaufwand des einzelnen Kindes abhängig. In jeder Lerngruppe können 1/5 bis 1/4 Kinder mit speziellem Förderbedarf aufgenommen werden.

  • Mein Kind lässt sich leicht ablenken, hat Probleme sich zu konzentrieren. Ist Freiarbeit überhaupt das Richtige für dieses Kind?

Freiarbeit heißt nicht, dass die Schüler tun und lassen können, was sie wollen. Es gelten Regeln, die einzuhalten sind. Gemeinsam mit dem Lehrer legt jeder Schüler ein Arbeitspensum fest, mindestens einmal im Monat. Arbeitsfortschritte werden vom Lehrer dokumentiert, bei Bedarf Gespräche geführt – auch mit den Eltern. Gerade Kinder, die Probleme mit der Konzentration haben, werden hier gut lernen können. Sie haben die Möglichkeit eine Arbeit abschließen zu können, bevor Sie etwas Neues beginnen. Wenn ihnen ein Thema wichtig ist, möchten Sie es auch zu einem Abschluss bringen. Eine Unterbrechung und neue Aufgabenstellung von Lehrer aus ist der Konzentration nicht gerade förderlich.

  • Ist die Montessori-Grundschule eine spezielle Schule für besonders begabte Kinder?

Nein. Alle Kinder, die in eine staatliche Grundschule gehen können, also schulfähig sind, können auch in unserer Schule aufgenommen werden. Wir bieten aber durch ihre individuellen Lernformen auch und gerade besonders begabten Kindern ein besonders gutes Lernumfeld.
Hier gilt dasselbe, wie bei allen anderen Kindern auch. Durch das individuelle Lernen können die Kinder in ihren Stärken gefördert und in ihren Schwächen unterstützt werden!

  • Mein Kind hat eine Allergie und darf bestimmte Lebensmittel nicht essen. Kann darauf Rücksicht genommen werden?

Selbstverständlich wird darauf Rücksicht genommen. Allerdings kann ein Kind nicht die ganze Zeit überwacht werden. Eine Mithilfe des Kindes ist erforderlich, wenn es zum Beispiel von anderen Kindern gerade die Lebensmittel angeboten bekommt, die es nicht verträgt, muss es selbstständig handeln können oder bei Lehrer nachfragen.

  • Welche Kinder werden in die Montessorischule eingeschult?

Alle Kinder, die in eine der üblichen Grundschulen eingeschult werden könnten, können auch die Montessorischule besuchen. Die Kinder müssen schulpflichtig sein und die Eltern müssen sich für die Montessorischule als Schule besonderer pädagogischer Prägung entscheiden.

  • Montessorischule … ist das nicht was für Behinderte?

Die Montessori ist eine Schule für alle Kinder. Jedes Kind, ob nun hochbegabt, förderbedürftig oder einfach "ganz normal", wird da abgeholt, wo es steht, und auf seinem individuellen Lernweg begleitet. Die verbreitete Meinung, die Montessori-Pädagogik sei nur etwas für behinderte Kinder, rührt daher, dass Maria Montessori tatsächlich zunächst mit behinderten Kindern gearbeitet hat. Später dehnte sie ihre Arbeit jedoch auf alle Kinder aus und stellte fest, dass überall der gleiche Grundsatz gilt: Jedes Kind trägt seinen eigenen Entwicklungsplan in sich und dem gilt es zu folgen. – Die Montessori-Schule wird sich nach Kräften bemühen, alle Kinder ins Schulleben zu integrieren. Gerade von der Vielfältigkeit und Andersartigkeit des Einzelnen lebt die Schule.

  • Muss mein Kind in das Montessori-Kinderhaus gegangen sein, um an der Schule aufgenommen werden zu können?

Nein. Wir möchten jedes Kind aufnehmen. Unsere Kapazitäten sind im Moment jedoch noch begrenzt, sodass wir niemandem auch nicht den Kindern, die im Kinderhaus gewesen sind, eine verbindliche Zusage machen können. Wir werden nach Auswahlkriterien (die nicht den Besuch des Kinderhauses voraussetzen) entscheiden müssen.
Da wir mit dem Kinderhaus zusammenarbeiten und die Kinder schon das Montessorimaterial kennen, ist es zunächst einfacher für Kinder aus dem Kinderhaus - aber auch hier werden die Kinder, die Materialien schon kennen, den anderen helfen und zeigen, wie man damit umgeht. Sie werden sich schnell in die neue Umgebung einfinden.
Da wir auch anderen Kindergärten anbieten, mit uns zusammenzuarbeiten, sprechen Sie doch mit Ihrer Einrichtung und bitten Sie unser Angebot anzunehmen.



Praktisches zum Unterricht

  • Wo ist die Montessori-Schule?

Leider steht ein Gebäude noch nicht zur Verfügung, es gibt aber Angebote die noch von uns geprüft werden.

Haben Sie eine Idee?
Dann
kontaktieren Sie uns doch bitte.

Danke.


  • Wie groß  ist die Klassenstärke?

Die Klassenstärke überschreitet 25 Kinder nicht. Bis zu 5 Kinder in der Klasse können einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben.

  • Kann mein Kind auch in das 2., 3. oder 4. Schuljahr einschulen?

Wenn ein Platz in einer Klasse frei ist, kann Ihr Kind auch in ein höheres Schuljahr eingeschult werden.

  • Bekommen die Kinder Zensuren?

Die Erfahrungen anderer Montessori-Schulen zeigen, dass Schüler, Lehrer und Eltern über den Lernentwicklungsstand des Kindes durch andere Formen des Leistungsnachweises besser informiert sind als über Ziffer-Zensuren. Die Kinder müssen allerdings Zensuren bekommen, wenn uns dies vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird. Allerdings werden wir auch dann nicht auf die Wortgutachten verzichten, da diese eine deutlich bessere Darstellung des individuellen Leistungsstandes des einzelnen Kindes geben und sowohl bisher eingeleitete Maßnahmen dokumentieren sowie einen Ausblick für die Zukunft geben können.

  • Lernen ohne Noten … wie geht das?

Ein wichtiges Kennzeichen der Montessori-Materialien ist die eingebaute Selbstkontrolle. Der Schüler kann also selbst feststellen, wie gut er eine Aufgabe gelöst hat. Seine eigenen Fortschritte zu verfolgen ist sicherlich motivierender für einen Schüler, als sich ständig mit anderen messen zu müssen. Tatsächlich gibt es in der Montessori-Schule nicht die klassischen Zeugnisse mit Ziffernnoten, wohl aber die so genannten IzEL ("Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess"). Die IzEL stellen keine Wertung bzw. Abwertung der Schülerleistungen dar, sondern beschreiben ganz einfach, wie weit der Schüler auf einem bestimmten Gebiet schon ist – eine ganz andere Betonung also. Und das Beste: Die IzEL werden vom Lehrer mit dem Schüler gemeinsam erarbeitet. Der Schüler lernt dadurch, sich selbst realistisch einzuschätzen, und kann die Beurteilung auch akzeptieren, da sie seiner eigenen entspricht.
Noten sind ein Mittel um Schüler besser miteinander vergleichen zu können. Doch sind sie auch gleichzeitig keine Motivationshilfe und auch kein Ansporn. Eher im Gegenteil. Eine 1 zeigt nur an, dass das Kind eine sehr gute Leistung im Vergleich zu den anderen Kindern in seinem Klassenverband erlangt hat. Sie gibt keine Auskunft über das tatsächliche Können. Genauso ist es mit einer 5, die dann anzeigt, dass ein Kind eben nicht die Leistung bringt, die in dieser Klasse von der Lehrkraft erwartet werden. In einer anderen Klassenkonstellation mit einer anderen Lehrkraft kann die Benotung ganz anders ausfallen. Wenn hingegen geschrieben wird, dass ein Kind eine bestimmte Aufgabenstellung kann und sicher damit umgeht, dann ist damit deutlich einsichtiger dokumentiert, wo seine Stärken, aber auch die Schwächen liegen.



Übergang zur weiterführenden Schule

  • Können die Kinder nach der Grundschulzeit problemlos auf eine "normale" weiterführende Schule gehen?

Ja. Die Kinder haben nach der 4. Klasse alle Voraussetzungen für den Übergang zu den weiterführenden Schulen. Nach Erfahrungen aus bestehenden Montessori-Schulen profitieren die Kinder insbesondere von ihrer Fähigkeit zu eigenverantwortlichem Arbeiten und einer hohen Sozialkompetenz.
Unsere Schule bereitet nicht für eine bestimmte Schulform vor, sondern wird die Schüler wie an jeder anderen Schule in NRW auch nach den gültigen Gesetzen des Landes NRW an eine der drei weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule und Gymnasium) und die Gesamtschule empfehlen.

  • Haben Schüler einer Montessori-Grundschule beim Übergang in die weiterführende Schule besondere Schwierigkeiten?

Der Montessori-Dachverband führt dazu aus: “Spezielle Schwierigkeiten, die sich aus der besonderen pädagogischen Gestaltung der Montessorischule ergeben, sind nicht zu beobachten. Die Kinder haben ja nicht nur die vom Lehrplan geforderten, sondern darüber hinaus viele zusätzliche Kenntnisse erworben; sie sind mit vielen verschiedenen Unterrichtsformen vertraut; Lern- und Arbeitshaltung sind ausgebildet. Wohl können einige sensible Kinder Umstellungsschwierigkeiten haben, da sie die an der Grundschule gewohnte Atmosphäre des persönlichen Vertrauens zwischen Lehrern und Schülern wahrscheinlich nicht an jeder weiterführenden Schule in der gleichen Weise wieder finden werden.”
www.montessori-deutschland.de

  • Was geschieht nach Vollendung des 4. Schuljahres?

Die Kinder besuchen nach dem Abschluss des vierten Schuljahres die Gesamt-, Haupt-, Realschule oder das Gymnasium.

  • Sind beim Übergang zu anderen Schulen besondere Schwierigkeiten zu erwarten?

Spezielle Schwierigkeiten, die sich aus der besonderen pädagogischen Gestaltung der Montessorischule ergeben, sind nicht zu beobachten. Die Kinder haben ja nicht nur die vom Lehrplan geforderten, sondern darüber hinaus viele zusätzliche Kenntnisse erworben; sie sind mit vielen verschiedenen Unterrichtsformen vertraut; Lern- und Arbeitshaltung sind ausgebildet. Wohl können einige sensible Kinder Umstellungsschwierigkeiten haben, da sie die an der Grundschule gewohnte Atmosphäre des persönlichen Vertrauens zwischen Lehrern und Schülern wahrscheinlich nicht an jeder weiterführenden Schule in der gleichen Weise wieder finden werden, doch ist eine gute Grundlage in der Grundschule die beste Voraussetzung um an einer weiterführenden Schule erfolgreich sein zu können!



Ganztag/Mittagessen/Schulbus

  • Wird ein Schulbus fahren?

Die Kinder der Montessori-Grundschule werden aus einem großen Einzugsgebiet kommen. Ein Schulbus ist deshalb nicht vorgesehen. Wir gehen davon aus, dass die Eltern sich in Fahrgemeinschaften organisieren.

  • Wie kommen die auswärtigen Kinder zur Schule?

Der Schulweg ist privat zu organisieren. Für Kinder mit Behinderung kommen für den Schulweg finanzielle Fördermittel in Betracht.

  • Ist die Montessori-Schule eine Ganztagsschule?

Nein, die Grundschule bietet einen verlässlichen Vormittag. Das bedeutet, dass die Schüler im Vormittagsbereich nach einem verbindlichen Stundenplan unterrichtet werden. Stundenausfälle werden nach besten Möglichkeiten durch Ersatzlehrkräfte vermieden.
Außerdem bieten wir einen offenen Ganztag an. Das Angebot des Ganztags umfasst ein Mittagessen, eine Betreuung bei den Hausaufgaben und weitere Angebote (Sport, Abenteuer, Musik, Basteln etc.) am Nachmittag.



Elternarbeit

  • Wie viel Zeit müssen Eltern für die Mitarbeit in der Schule aufwenden und wie sieht diese Mitarbeit aus?

Die Montessori-Grundschule lebt von der aktiven Unterstützung der Eltern. Wir möchten Eltern jedoch nicht zur Mitarbeit zwingen, Sie aber immer wieder ansprechen und versuchen in Projekte einzugliedern. Das können ganz unterschiedliche Aktionen sein, die vom Ausrichten eines gemeinsamen Frühstücks über Stadtführungen vom Bauen von Spielgeräten über eine Mithilfe beim Fahrradtraining bis zum eigenständigen Leiten einer Arbeitsgemeinschaft reichen. Oder auch ganz etwas anderes sein. Wenn Sie Interesse haben, Vorschläge mitbringen dann werden wir gemeinsam etwas finden und freuen uns darauf!



Anmeldung & Allgemeines

  • Kann ich mein Kind jetzt anmelden?

Rechtsverbindlich Plätze vergeben können wir erst nach der Genehmigung durch die Bezirksregierung. Diese wird nicht vor Frühjahr 2011 erteilt werden. Sie können ab sofort Ihr Kind anmelden. Einen Platz hat Ihr Kind, wenn die Schule Ihnen die Aufnahme des Kindes bestätigt. Sie haben dann eine Frist, innerhalb welcher Sie den Platz zu- oder absagen müssen.
Das Anmeldeformular finden Sie hier.

  • Welche Schulform hat die Montessori-Grundschule?

Die Montessorigrundschule ist einer staatlichen Grundschule gleichgestellt. Die Verweildauer der Kinder liegt individuell, wie an anderen Grundschulen in NRW auch zwischen 3 und 5 Jahren. Danach gehen die Kinder auf eine weiterführende Schule.

  • Sind die Richtlinien und Lehrpläne auch für Montessorischulen verbindlich?

Die Richtlinien und Lehrpläne sind auch für die Montessorischulen verbindlich. Doch unterscheiden sich Montessorischulen durch ihren Weg, diese Ziele zu erreichen.